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Wie im Titel steht ist dies eine Fortsetzung, also bitte erst Teil eins und Teil zwei lesen! Danke!




Sie sind überall! Schon seit Wochen, nein, seit Monaten verfolgen sie mich, egal wo ich bin! Aber eigentlich sind es ja nicht alle… Nur der eine ist besonders anhänglich… Er macht mir Angst. Und das alles nur, weil ich an diesen dämlichen Drogenfröschen geleckt habe…

Es war ein gewöhnlicher Dienstagvormittag. Ich kam gerade vom Chemieunterricht, da hüpfte mir dieser kleine rote Frosch über den Weg. Wir hatten zwar noch zwei Stunden Unterricht, aber das war mir egal, ich nahm den Frosch trotzdem mit, und natürlich ist es niemandem aufgefallen, dass ich einen knallroten Pfeilgiftfrosch mit mir rumschleppte…
   Nach der Schule dann, als ich so zu Hause in meinem Zimmer auf meinem Bett lag und mich langweilte, da probierte ich es einfach so mal aus. Ich hob den Frosch vor mein Gesicht, streckte meine Zunge heraus und leckte ihm einmal über den Rücken. Er schmeckte ziemlich eklig, so bitter, aber gleichzeitig war er auch irgendwie lecker.
   Für den Frosch war das wohl sowas wie eine Drohung, oder ein Paarungsritualbeginn, denn auch er ließ seine Zunge hervorschnellen.

DruggFrogg

Der rote Drogenfrosch... RENN WEG! ER WILL AUCH DICH HOLEN!

Nachdem ich die klebrige Zunge des Frosches von meiner Stirn gelöst hatte, schmiss ich ihn aus meinem Zimmerfenster. Dabei fiel mir auf, dass das Fenster zu war und ich aufstehen müsste, um es zu öffnen, und das tat ich dann auch. Dann war ich ihn runter, und dabei interessierte mich auch nicht, dass mein Zimmer im zweiten Stock lag und der Frosch sich vielleicht verletzen könnte, denn unten kam gerade meine kleine Schwester aus der Tür, und der Frosch konnte sicher auf ihrem Kopf landen, woraufhin meine Schwester schreiend davon lief… Danach musste ich mich erstmal setzen.
   Dieses wunderbare Rauschgefühl setzte ein, und ich sah viele bunte Farben. Ich legte mich hin und blieb noch eine Weile so liegen und starrte an die Decke. Dann fing ich an, unkontrolliert zu lachen. Zwischen den kleinen Lachanfällen stammelte ich zusammenhangslose Worte. Warum ich das alles noch so genau weiß? Von einem Mal lecken wird man doch nicht so sehr high, dass man nix mehr weiß, ich tat also alles bewusst.

Als alles vorbei war, sah ich ihn das erste Mal. Der fliegende, rosa Elefant, der mir mein Leben noch zur Hölle machen würde. Er schwebte vor dem Fenster herum und beobachtete mich. Ich weiß, dass es ein ‘er‘ war, denn bekanntlich tragen Elefanten keine Anziehsachen… Somit sah ich den Rüssel, der sich nicht im Gesicht befand…
   Natürlich schrie ich, wer hätte das nicht getan? Also ich würde das nie tun… Äh…
   Also jedenfalls schwebte der Elefant vor meinem Zimmerfenster herum und ich rannte aus dem Zimmer. Ich erzählte es sofort meiner Mutter, aber wie Eltern es in solchen Geschichten nun mal so an sich haben, hat sie mir natürlich nicht geglaubt… Den Rest des Tages sah ich den Elefanten dann auch nicht wieder…

Am nächsten Tag, in der Schule, sah ich in der Pause ganz viele rosa Elefanten, die über dem Schulhof hin- und herflogen. Ich war auch nicht der einzige, der staunend in den Himmel starrte denn als ich mich umsah, sah ich noch drei weitere Jungs, die fassungslos in den Himmel starrten. Der Rest schien sie nicht zu sehen. Also war ich nicht der Einzige an meiner Schule, der an einem Drogenfrosch geleckt hat.
   Die meisten Elefanten flogen irgendwie durch die Gegend, aber es gab auch manche, die einfach im Kreis, im Fünfeck, im Dreieck und was weiß ich noch für Ecks flogen und der Rest stürzte ständig ab. Es waren hunderte Elefanten, manche mit einem, manche mit zwei Rüsseln, wenn ihr versteht, was ich meine…
   Als es klingelte gingen alle in ihre Klassen, aber auf dem Weg in die Klassen sah ich einen, der einem Elefanten, der im Weg stand, gezielt umging und nicht wie die anderen durch ihn durchlief. Vorhin auf dem Schulhof, das weiß ich noch genau, schien es so, als würde er sie nicht sehen… Heißt das etwa, dass er daran schon gewöhnt war? Wie lange leckt der denn bloß schon an Drogenfröschen?
   In der darauf folgenden Unterrichtsstunde hatte ich Physik, und was soll ich euch sagen, zwei Elefanten schwebten vor den Fenstern herum und starrten herein – einer von beiden (ein Männchen) starrte direkt mich an. Der andere Elefant (ein Weibchen, das erkannte ich an dem fehlenden zweiten Rüssel) starrte meinen Physiklehrer an, und er selbst sah immer wieder ängstlich zum Fenster rüber.
   Er also auch…

Von diesem Tag an folgte mein Elefant mir überall hin. Ich konnte noch nicht einmal in Ruhe kacken, ohne, dass ich durch das Fenster mit großen Augen angestarrt wurde. Er ist gruselig.
   Man könnte jetzt denken, dass die Wirkung des Rosa-Elefanten-Halluzinations-Stoffes im Gift des Frosches eigentlich nachlassen müsste, aber blöderweise hat meine kleine Schwester, nachdem ich den Frosch aus dem Fenster geworfen habe, beschlossen, den Frosch zu behalten, und bei so Drogen-Sachen entwickelt man nun mal eine Sucht… Und so leckte ich heimlich jeden Tag an dem Frosch, und der Elefant blieb bei mir…
   Einige Wochen später fuhren wir weg – meine Mutter, mein Bruder, meine Schwester und ich. Wir fuhren zu meiner Oma und meinem Opa, die etwa 300 Kilometer von uns wegwohnen. Komischerweise ließ sich der Elefant dort nicht blicken. Ein einziges Mal – ich saß wieder auf der Toilette – schwebte er vorm Fenster herum, aber das war das erste und letzte Mal, dass er dort auftauchte.    Nach zwei Wochen bei Oma und Opa fuhren wir wieder zurück. Nach einer fünfstündigen Autofahrt waren wir zu Hause – und wer saß schon vor meiner Tür und wartete auf mich? Mein fetter Kater. Falls ihr jetzt an den Elefanten gedacht habt, lagt ihr falsch, der lag auf dem Hausdach und starrte zu mir hinunter.
   Als ich durch die Haustür trat hörte ich, wie er (der Elefant, nicht mein Kater) zu mir sagte: „Bleib doch gleich draußen… Ich will mit dir spiiiiiiiiieleeeeeeeeeen!“
   Danach wollte ich das Haus nie mehr verlassen.

Ich habe es irgendwie geschafft, mich doch dazu zu bringen, in die Schule zu gehen, doch zu anderen Anlässen verließ ich das Haus nicht. Deswegen sitze ich jetzt, an diesem Pfingstwochenende, auch zu Hause, während meine Eltern und meine Geschwister wieder einmal zu Oma und Opa gefahren sind. Ich sitze nun schon seit einigen Stunden hier in meinem Zimmer. Der Elefant starrt ununterbrochen zum Fenster herein, er blinzelt nicht einmal. Und ich starre zurück.
   Schlafen kann ich auch nicht mehr, aber wisst ihr was? Is mir doch egal! Ich habe übers Internet ein hübsches kleines Gewehr bestellt, dass extra für die Elefantenjagt gemacht wurde. Hat zwar einiges gekostet, aber dafür werde ich ihn los. Es ist schon vor zwei Tagen angekommen, aber der Elefant ist erst jetzt aufgetaucht. Das Gewehr liegt auf meinem Schreibtisch, und er hat es noch nicht gesehen. Ich werfe einen flüchtigen Blick zum Schreibtisch. Das war ein Fehler. Der Elefant schaut ebenfalls zum Schreibtisch… Und er hat es gesehen.
   Er kommt durch das Fenster hinein, er ist in meinem Zimmer! Ich springe auf, renne zum Schreibtisch, schnappe mir das Gewehr und ziele auf den Elefanten, der wieder vorm Fenster schwebt, bloß dieses Mal von innen. Er sieht mich an, und ich glaube ein spöttisches Lächeln auf seinem Gesicht zu sehen. Ich drücke ab.

PENG!

Das war ein Knall! Doch… NEIN! Nur die Fensterscheibe zerspringt, dem Elefanten tut sie nichts. Verdammt, ich habe einen wichtigen Fakt übersehen. Der Elefant ist nur eingebildet. Das Gewehr nicht. Das erklärt auch, warum die Fensterscheibe nicht kaputt ging, als der Elefant durch sie flog.
   Ich brauche ein Halluzinations-Gewehr um diesen Halluzinations-Elefanten umzulegen. Ich denke scharf nach.
   „Hmm… Als ich am Frosch geleckt habe, ist ein Elefant aufgetaucht, das bedeutet also…“
   Ich lecke am Gewehr, und schon erscheint eine halluzinierte Kanone. Es hat geklappt!
   „So, du Elefant, jetzt ist Schluss mit deiner Stalkerei!“
HALUZINIERTES PENG!

Getroffen! Der Elefant fliegt nach hinten, fällt aus dem Fenster und stürzt ab. Er fällt uuuuuuuuuunnnddd… KLATSCH! Er ist unten angekommen und hat noch nicht mal ein winziges Lüftchen erzeugt. So sind Halluzinationen nun mal…

Und jetzt sage ich euch etwas, was ernst zu nehmen ist:
Leckt niemals an Drogenfröschen! Die machen euch verrückt! Die Elefanten werden schon dafür sorgen… Und jetzt viel Spaß! Wobei ist egal…




Geschrieben von Noel1603

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